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Kappadokien
Von Marlene
Im Südosten Zentralanatoliens liegt Kappadokien, ein landschaftlich sehr eindrucksvolles Gebiet. Der „Gestalter“ dieser bizarren Landschaft ist der Erciyes Dagi. Aus seinem 3000 m hohen Vulkanschlot stammen die mächtigen Tuffs, die als Asche über Kappadokien regneten.
In den Tälern und an Steilhängen hat der Tuff die Gestalt von Spitzkegeln angenommen, wie sie für die Gegend charakteristisch sind. Der weiche Tuff hat die Menschen schon frühzeitig angezogen. Man hat die Zerklüftungen durch Ausschaben des Gesteins vertieft, schließlich unterirdische Kammern angelegt, die Schutz vor Feinden, Winterkälte und Sommerhitze boten. In den Tälern ist der Boden sehr fruchtbar. Die Tuffkegel sind vereinzelt auch schon in der Bronzezeit bewohnt worden. Mittelpunkt dieser Wunderwelt ist Göreme mit seinen bald 20 Höhlenkirchen und Klöster auf engstem Raum.
Das ganze Gebiet ist absolut sehenswert und fast überall sind die Tuffsteingebilde in anderer Form zu sehen. Außerdem verändern sich die Formen je nach Regendauer, denn das Tuffgestein ist sehr weich. Es kann also gut sein, dass man nach 5-10 Jahren die Gegend ganz anders in Erinnerung hatte – so ist es jedenfalls mir ergangen, als ich nach 12 Jahren wieder nach Kappadokien kam.
Geschrieben 25.09.2007, Geändert 26.09.2007, 137 x gelesen.




