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Antalya, eine stark wachsende Stadt

Von awo

Antalya ist heute eine Millionenstadt an der türkischen Südküste (der türkischen Riviera) und ist in den vergangenen Jahrzehnten geradezu explosionsartig gewachsen. Bis in die 2.Hälfte des 20.Jahrhunderts ist Antalya nicht über den Charakter einer kleinen Landstadt hinausgekommen. Erst Anfang der 70er Jahre hat es die Grenze von 100.000 Einwohnern überschritten. Die Einwohnerzahl hat sich danach ungefähr alle 10 Jahre verdoppelt! 2000 waren 606.000 Einwohner erreicht, 2010 waren es 1 Million, jetzt sind es rund 1,5 Millionen.

Verursacht ist dieser starke Wachstum durch den Tourismus, aber auch durch Gewerbe und Industrie. Wie in vielen Schwellenländern gibt es auch in Türkei ein starkes Wirtschaftswachstum. 2010 betrug es 9%, 2011 lag es bei 8,5% . Und was den Tourismus betrifft, fehlt Antalya wohl auf keinem europäischen Flughafen als Flugziel. Die Statistik weist für Antalya und seine Provinz 2013 über 12 Millionen ausländische Touristen aus, davon über 3,3 Millionen aus der Russischen Förderation und über 2,8 Millionen aus Deutschland.

Der explosionsartige Bevölkerungszuwachs hat eine dichte Bebauung mit gleichförmigen, sehr hohen Betonbauten zur Folge (zumeist 10-Geschosser), die wie Pilze aus dem Boden schießen. Vor allem in guten Lagen am Meer sind die Wohnungen in solchen Häusern teuer, auch von wohlhabenden Türken aus Ankara und Istanbul soll eine rege Nachfrage nach Luxus-Apartements (Lüks bedeutet Luxus) bestehen.
Als Wohnsitz sind Antalya und seine Provinz auch bei Deutschen beliebt (jetzt soll es ca. 14.000 deutsche Residenten in der Region geben, zumeist Rentner). Hauptsächlich aber speist sich der starke Bevölkerungszuwachs aus de Zuwanderung aus den weiten ländlichen Räumen von Zentral- und Ostanatolien. Diese wirken im Vergleich zur Mittelmeerküste fast menschenleer.

Gegründet wurde Antalya übrigens im Jahre 158 v.Chr. als Αττάλε&iot a;α (von Attalos von Pergamon) und ist damit für kleinasiatische Verhältnisse keine besonders alte Stadt. In der türkischen Zeit war es über viele Jahrhunderte eine ruhige Landstadt, aber von diesem ursprünglichen Antalya ist kaum noch etwas zu sehen. Reste davon dürften neben der Altstadt vor allem die Landwirtschaft sein, die früher auch die heutige Stadtfläche prägte und in der Mittelmeerregion noch vorhanden ist (Zitrusfrüchte, Bananen, Tomaten, Erdnüsse, Baumwolle).

Das Stadtwachstum ging darüber hinweg. Ständig werden neue Straßen gebaut. Auch wenn einige von diesen kreuzungsfrei gestaltet sind (beispielweise durch Tieferlegung und Fußgängerbrücken), ist der Verkehr sehr zähflüssig. Dabei sollte man sich bewußt sein, dass es vor 40 Jahren noch keine Straßenverbindung beispielsweise nach Kemer gegeben hat, heute ein wichtiges Touristenziel westlich von Antalya an der Küste. Die heutige Verbindungsstraße nach Westen, die D 400 von Antalya nach Kumluca, wurde erst in den 70er Jahren gebaut.

Geschrieben 16.06.2014, Geändert 17.06.2014, 495 x gelesen.

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