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Die Goitzsche, das Bitterfelder Meer

Von awo

Vor 25 Jahren wurde Bitterfeld in dem Roman "Flugasche" der Autorin Monika Maron als schmutzigste Stadt Europas bezeichnet. Dazu trug neben der Chemieindustrie besonders auch der Tagebau bei. Heute haben sich Stadt und Landschaft gewandelt. Aus den früheren Tagebaugruben hat sich eine attraktive Seenplatte entwickelt. Alle touristischen Einrichtungen sind vorhanden. Die Preise sind günstig, weil Bitterfeld als touristische Destination noch wenig bekannt ist.

Der größte See nennt sich der Große Goitzschesee (ausgesprochen: Gottsche). Er ist im Mittel 16 Meter tief, an der tiefsten Stelle 75 Meter. Seine Oberfläche beträgt mehr als 1300 Hektar. Um auf dem Uferrundweg einmal um die Goitzsche herumzukommen, sind 27 Kilometer zu bewältigen. So verwundert es nicht, dass die Goitzsche auch das Bitterfelder Meer genannt wird.

Früher wurde hier Braunkohle gefördert, aber auch Bernstein wurde im Tagebau industriell abgebaut. Die Bergbaugeschichte und Ausstellungsstücke aus Bernstein sind im Kreismuseum in Bitterfeld zu besichtigen. Das Kreismuseum liegt am Markt, gleich neben der weithin sichtbaren Stadtkirche.

Die Seen bei Bitterfeld bilden den nördlichsten Ausläufer einer ganzen Serie von Seen in den Tagebaugruben des früheren mitteldeutschen Braunkohlereviers. Das weiter südlich gelegene Gebiet nennt sich jetzt Leipziger Neuseenland, wo sich die Seen mit dem Cospudener See bis auf das Stadtgebiet ausbreiten. Drei Bundesländer haben Anteil an dieser Seenplatte: Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Leipzig und Halle sind von Bitterfeld aus mit dem Nahverkehr der Bahn in einer halben Stunde zu erreichen. Selbst mit dem Rad ist die Strecke nicht zu weit. Auf folgender Internet-Seite wird die Radroute von der Goitzsche nach Leipzig beschrieben:
www.leipzigerneuseenland.de/aktiv-und-fi t/an-neuen-ufern/radfahren/kohle-dampf-l icht-radroute

Noch nicht alle Seen sind gänzlich geflutet, so auch der künftig größte dieser Seen, der Geiseltalsee südlich von Halle. Einige aber sind schon "fertig", so die Goitzsche in Bitterfeld oder der Cospudener See in Leipzig, und vielfältig nutzbar.

Geschrieben 30.08.2011, Geändert 30.08.2011, 1549 x gelesen.

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