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Kameiros war in der Antike eine Stadt an der Westküste

Von awo

Während die Stadt Rhodos vom Flughafen aus in östlicher Richtung zu erreichen ist, liegt die Ausgrabungsstätte der antiken Stadt Kameiros etwa 20 km in westlicher Richtung. Die Westküste ist sehr grün und nicht so heiß wie die Ostküste. Die Ausgrabungstätte liegt etwa 115 Meter über dem Meer, von dem meistens ein erfrischender Wind weht.

Die Bewohner dieser Stadt sollen im Unterschied zu denen von Lindos Ackerbauern gewesen sein. Da in der Umgebung fruchtbare Felder angelegt werden konnten, waren sie vergleichsweise wohlhabend und konnten ihre Stadt auch nach dem verheerenden Erdbeben 226 v.Chr. in kurzer Zeit wieder aufbauen. Das antike Kameiros bestand bereits vor der Gründung von Rhodos Stadt im Jahre 408 v.Chr.

Der Standort der antiken Stadt wurde in der italienischen Besatzungszeit von italienischen Archäologen gesucht und gefunden. Das alte Kameiros wurde danach nur teilweise ausgegraben. Die meisten Gebäudereste, die man heute sehen kann, stammen aus der Zeit um 200 v. Chr., also der Zeit nach dem genannten Erdbeben, tiefer wurde nicht gegraben. Auch bemerkt man vor Ort, dass die Stadt unter den Hügeln noch weiter gehen muss.

Man kann die Ausgrabungstätte besichtigen (Eintritt für Vollzahler aktuell 6 EUR). Vor Ort sind allerdings nur Mauerreste und ein paar Säulen zu sehen, während die besten Funde im Archäologischen Museum von Rhodos Stadt zu besichtigen sind.

Die Art und Weise, wie die Stadt in die Landschaft eingebettet worden ist, ist auch heute noch beeindruckend. Eine Prachtstraße führte von unten nach oben durch die antike Stadt, unten liegt die alte Agora mit Resten eines Apollo-Tempels, dann fogen die Reste von Wohnhäusern und ganz oben der Akropolis. Dort befindet sich auch eine Zisterne, die Wasser für 3000 bis 4000 Einwohner fassen konnte.

Man vermutet, dass die Stadt nach weiteren Erdbeben im 2. Jahrhundert nach Chr. von ihren Bewohnern aufgegeben worden.

Geschrieben 27.04.2018, Geändert 27.04.2018, 1304 x gelesen.

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