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Kastellorizo (Teil 2): The paradise is half so nice!

Von Ariona und Arion

Wir liefen in den Hafen von Kastellorizo ein und es war überwältigend: Farbenfrohe Fischerboote neben imposanten Segeljachten wogen auf den Wellen der windgeschützten Bucht. Die Ruhe und Beschaulichkeit, ohne lärmenden Verkehr, sind für uns einmalig.

Der Hafen von Kastellorizo in Form eines "U" ist der malerischste aller Häfen, die wir bisher besucht haben. Als wir von Bord gingen, trafen wir Damien wieder, der ebenfalls mit unserer Fähre ankam. Er verabschiedete sich und machte uns mit einem englischen Freund bekannt, der uns zur Unterkunft begleitete.

Auf dem Weg dorthin bekamen wir einen Schock: überall Abbruchhäuser, Müll und Gerümpel. Viele Häuser mussten geräumt werden, da während der Bauzeit gepfuscht wurde und somit die Bausubstanz nicht stimmte. Die Pension von Monika und Damien mittendrin. Die Zimmer an sich gepflegt und sauber, aber leider keine Klimaanlage (nur ein Standventilator) und keinen Balkon. Bei den hohen Temperaturen (tagsüber 40 Grad und höher, nachts selten unter 30 Grad) war es kaum auszuhalten und an Schlaf nicht zu denken.

Auch im Außenbereich keine Möglichkeit sich aufzuhalten: kein Garten, nur eine vergammelte Bank vor der Haustür und der Innenhof war komplett mit Wäscheleinen bespannt. Wir haben uns dann in diesem trostlosen Umfeld nachmittags Stühle und Tisch aus dem ersten Stock mit nach unten genommen und uns seitlich des Gebäudes hingesetzt. Im Zimmer war bei 40 Grad und mehr ein entspannter Aufenthalt nicht möglich. Auf der Homepage von Monika und Damien ist das Umfeld der Pension nicht ersichtlich. Für 30,-€ haben wir auf anderen Inseln wesentlich besser und komfortabler gewohnt.

Es gibt auf Kastellorizo wesentlich schönere Unterkünfte in einem freundlicheren Umfeld. So vermietet die Besitzerin vom Stratos-Cafe Studios mit Kitchenette in farbenfrohen Häusern der zweiten Reihe im westlichen Bereich der Hafenbucht (Poseidona). Für Gäste stehen Liegen und Tische im Außenbereich zur Verfügung. Hinterm Haus lädt eine große Frühstückterrasse zum Verweilen ein. Umrahmt wird alles von einem blumenreichen Garten. Auch das Haus Kalimera gleich daneben und das Haus Barbara liegen wunderschön und machen einen gepflegten Eindruck.

Meine besondere Empfehlung (allerdings zu einem höheren, aber angemessenen Preis): Mandraki-Paradise. Antonis, der auch das Sea-Taxi fährt, vermietet 4 Häuser. Die Häuser haben 2 Ebenen mit 2 Bädern, Fernsehen, Klimaanlage, hochwertige Ausstattung, riesige Küchenzeile, peinliche Sauberkeit (die Chefin putzt selbst), Insektenrollos vor allen Fenstern, Balkon und Terrasse mit riesigem Sonnenschirm. Traumhafter Blick auf dem zweiten kleinen Hafen (Mandraki) und dennoch nur 5 Gehminuten vom Haupthafen entfernt.

Die Bewohner von Kastellorizo sind außerordentlich freundlich und hilfsbereit. Hierzu unser besonderer Dank an folgende Personen: Der Wirt und sein Sohn (zugleich Koch) vom Serenity (Bally's) für die nette und freundliche Bewirtung (insbesonders den Tintenfisch, gefüllt mit Feta und das Seefisch-Souvlakia), dagegen bot das hochgelobte Little-Paris nur Durchschnittskost. Elma, Vangelis und Luki vom Radio-Cafe (siehe Kastellorizo Teil 3). Der hilfsbereiten Besitzerin vom Stratos-Cafe, die einen Brief für mich weitergeleitet hat. Antonis, der auch das Sea-Taxi fährt (lernten wir während einer Wanderung kennen). Er schenkte uns ungefragt eine große Flasche Wasser, die wir bei der bereits morgens vorherrschenden Hitze dankend annahmen. Sehr preiswert schipperte er uns zu den Blue Cave und zu unserem Badeplatz auf der vorgelagerten Insel St. Georgios. Buchst Du das Sea-Taxi unter 6977-776927, dann bestelle Grüße von den Bremern! Der netten und freundlichen Monika mit ihrem fantastischen Souvenirshop Caretta. Dort kann man wunderbar stundenlang stöbern!

Fazit: Wer einen ruhigen Urlaub verbringen möchte, das kleine Paradies in Sichtweite der türkischen Küste freut sich auf Euren Besuch!

Geschrieben 23.07.2007, Geändert 09.08.2007, 4515 x gelesen.

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