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Das unterirdische Labyrinth von Oberlech

Von Jorgos Milonas

Sonnenburg-Terrassen im Oberlech

Sonnenburg-Terrassen im Oberlech
Von Jorgos Milonas

Das Oberlech ist eine kleine Berganhöhe, wenige Hundert Meter oberhalb von Lech. Früher war es eine Außenwarte der extensiven Landwirtschaft, wie es in den Bergen üblich war. Gleichzeitig boten die Bauern an Bergwanderer und Alpinisten auch einfache Unterkunftsmöglichkeiten. Eine der Pioniere des Tourismus am Oberlech ist die Familie Hoch. Aus dem Bauerhof, wuchs durch Anbauten zuerst eine Pension, dann ein Hotel auf. Schon bald musste man umdenken und ein Totalumbau ergab eines der führenden Luxushotels der ganzen Region. Mit allen Annehmlichkeiten ausgerüstet ist die Sonnenburg auch ein sehr gut frequentiertes Kongresshotel geworden. Mit einer Kabinenbahn ist es fast rund um die Uhr mit Lech verbunden (mit Ski-Abo gratis).

Mit der Anzahl Gäste und deren Ansprüchen an Komfort drängte sich eine logistische Glanzleistung auf: alle mobilen Dienstleistungen müssen unter die Erde und schon nach einer zweijährigen Bauzeit konnten die ersten Tunnels in Betrieb genommen werden. Die erste Bauphase kam mit 8 Millionen Euro erstaunlich günstig zu stehen, da man fast alles unter Tag bauen konnte.

Heute ist die Versorgung, Gepäckbewegungen, aber auch Personentransport ohne diese inzwischen wahre unterirdische Stadt nicht zu denken - besonders beim starkem Schneefall oder Regen. Nun werden über 1000 Meter Tunnel mit Elektromobilen befahren, mancherorts sogar auf zwei Etagen. Es werden Koffer und Ski, Lebensmittel und Wäsche und Ersatzteile, aber auch ältere Personen und Kinder transportiert. Die Müllabfuhr sieht man im Oberlech auch nirgends: auch diese wird ausschließlich nachts durch diese Tunnels zur Seilbahn befördert.

Von der kompletten unterirdischen Vernetzung der Hotellerie und Para-Hotellerie profitieren auch Gäste die vertraglich an den Einrichtungen (Schwimmbäder, Sauna, Massagen, Relaxationsbäder, Heutherapien, Spielzimmer und Restaurants) der Großhotels angeschlossen sind. Die Gäste erreichen alle Dienstleistungen trockenen Fusses, ohne Gefahr einer Erkältung.

Geschrieben 03.02.2008, Geändert 03.02.2008, 923 x gelesen.

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