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Skifahren in Lech und Umgebung

Von Jorgos Milonas

Beheizte 4er, 6er und 8er Sessellifte

Beheizte 4er, 6er und 8er Sessellifte
Von Jorgos Milonas

Einer der wichtigsten Trümpfe vom Lech ist die Schneesicherheit. Auch in den an Schnee knappen Saisonperioden hat Lech meistens mehr Schnee als anderswo. Einerseits wegen der frühen Schneefälle, aber auch durch einen beispiellos fleißige und ökologisch unbedenkliche Beschneiung der Pisten, sobald es die Temperaturen erlauben. Dadurch ist die Skisaison in Lech vergleichsweise länger.

Die Pisten sind in ihrer Mehrheit eher touristisch mittelschwer als hochalpin, trotzdem finden hier alle Skifahrer das entsprechende Terrain. Alle Pisten sind mit Sesselbahnen und Liften so verbunden, dass man in drei Tälern regelrechte Rundfahrten um Lech herum, machen kann. Der Skipass für insgesamt 83 Bahnen und 260 km präparierter Pisten ist mit einem Chip versehen und erlaubt einen berührungsfreien Zugang zu den Beförderungsanlagen. Gleichzeitig ist so auch beim Verlust der Ersatz sofort möglich. Die Sessellifte sind zu meist mit einem Klarsichtschild ausgerüstet.

Bei sonnigem Wetter laden zahlreiche Terrassen zum ausruhen, lesen oder essen ein. Von diesen Restaurants, ob Sonnenburg oder Kriegeralpe bietet sich ein grandioser Rundblick auf die alpinen Bergkämme. Die Verpflegung ist immer von sehr guter Qualität und das Preisniveau ist gerechtfertigt. So z.B. wird das immer aufmerksame Personal im eigenem Schulungszentrum in Lech gedrillt.

Lech ist mit einer doppelt geführten Kabinenseilbahn mit dem Zürser Skigebiet verbunden. Der Skipass ist natürlich überall gültig. Lange Abfahrten kann man zu einer wahren Safari ausdehnen – ein beweglicher Teppich verbindet in Zürs bequem zwei Skilifte. Die Skireise kann dank der Rüfikopfbahn (2360müM) auf der gegenüber liegenden Seite fortgesetzt werden, über Madloch bis nach Zug, ins Resort Lech oder direkt nach Lech. Diese Rundfahrt ist bei guten Schneeverhältnssen ein unvergessliches Erlebnis – für Anfänger nicht geeignet, da die Piste stellenweise ziemlich steil ist.

Lech hat ein Mikroklima mit jeweils stabiler Lage, ziemlich niederschlagsreich anfangs Saison und dann eher sonnig. Im Februar schneit es im Schnitt 8 Tage, im März nur drei Tage. Oft kann man bis in den Mai Skifahren. Alle Seilbahnen beginnen im Zentrum des Dorfes. Wenn eine kritische Anzahl verkaufter Skipässe erreicht wurde, endet auch deren Verkauf für die Tagestouristen. Diese Maßnahme wurde zum Schutz der Wochenskifahrer mit Erfolg ergriffen. Grössere Warteschlangen an den Skiliften sind daher auch im Februar, während der Schulferien eine Seltenheit. Es findet auch kein Chaos auf der Dorfstraße statt. Sobald es keine Parkplätze in der Tiefgarage gibt, wird die Lech Zufahrtstraße gesperrt.

Das Skigebiet beginnt bei 1400 Metern und gipfelt auf 2360 Metern ü. M. Die Beförderungskapazität beträgt 49.000 Skifahrer pro Stunde. Zusammen mit Zürs bietet das Resort 260 km Pisten, an die 180 km freier und doch sicherer Abfahrten, sowie 18 km präparierter Langlauf Loipen. Dazu kommt die obligate U-Rampe für Snowboarder, Boarder-Cross, eine Schlittelbahn für die Tages- und Nachtfahrten, sowie eine Schlittschuhbahn.

Die Sicherheit auf den Pisten wird in Lech ganz ernst genommen und es patroullieren unauffällige Ranger, die den Rowdies die Tageskarte abnehmen dürfen. Es gibt zwar in Lech noch kein Helmobligatorium wie in Italien, aber Billborde ermahnen mit dem Slogan: "Wer was zum Schützen hat, trägt einen Helm“ und so gehören Skifahrer ohne Helm zur einer Minderheit.

Jedes Teilgebiet der Skiarena besitzt ein Refugium - eine Berghütte mit Restaurant. Für diejenigen Ski Touristen, die länger im Gebiet verweilen, lohnt sich ein Abstecher nach St. Christoph, Zürs, Stuben, Zug oder nach St. Anton.

Text und Fotos: Dr. Georg W. Pollak, sc

Geschrieben 03.02.2008, Geändert 03.02.2008, 1607 x gelesen.

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Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar von heinalda vom 11.03.2009 10:06:55

Toller Artikel und traumhafte Bilder!