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Der besondere Ort der Cinque Terre

Von strolchi

(Manarola, Via dell' amore Oktober/November 2006) Sicherlich kann man die Via dell' amore auch von Manarola aus beginnen. Dieser "Einstieg" am Bahnhof von Manarola, hinter dem Bahnhofsgebäude, ist diesem "Weg" eigentlich unwürdig. Der kurze Anstieg die Treppen hinauf, oberhalb der Gleise angekommen, führt der zunächst unromantische Anfang des Weges zu einer der Picknickzonen, wie sie innerhalb des Nationalparks genannt werden. Diese Einkehr ist von der anderen Seite von Riomaggiore kommend interessanter und ansprechender.

Kurz gesagt: Die Via dell' amore beginnt man sicherlich nicht in Manarola sondern in Riomaggiore! Hier zeigt sich diese Flaniermeile von ihrer schönsten Seite. Nachdem der Wegzoll, die Cinque Terre-Card, am Kontrollhäuschen entrichtet wurde, muss man sich einfach von diesem Weg in seinen Bann ziehen lassen.

Der heute großartig abgesicherte Spazierweg, auf der einen Seite flankiert von Felswänden und Kakteen, Sitzgelegenheiten zum Ausruhen aber auch einfach um die Landschaft zu genießen, und auf der anderen Seite steil abfallende Felswände und das Meer. Wenn das Wetter mitspielt, kann hier das Meer wirklich azzurro-blau sein. Jede Biegung des Weges bringt neue fantastische Ausblicke.

Den teilweise überbauten Weg nutzen die vielen Tausend Besucher pro Jahr, vor allem junge Leute, um an den Wänden ihre Grafitti, Liebesbezeugungen, aber auch Schmierereien zu hinterlassen. Am Ende dieses überdachten Bereiches dann die beiden Liebenden, eine Skulptur, welche dem Weg schlechthin ihren Namen gegeben hat, der ursprünglich als ein Saumpfad zur Verbindung der Dörfer Riomaggiore und Manarola von den Bewohnern angelegt wurde. Ist die Via dell' amore auch kurz und in einer halben Stunde zu gehen, sollte man sich unbedingt dafür Zeit nehmen, sofern dies die Touristenmassen in der Saison überhaupt zulassen.

Der Ort selbst ist vom Bahnhof aus durch einen Tunnel zu erreichen. Die Schönheit von Manarola wird in keinster Weise durch die auf den Straßen wie Autos abgestellten Boote und durch das Fehlen einer Piazza beeinträchtigt. Im Gegenteil. Ein besonderes Flair geht von diesem Ort aus. Die Enge des kleinen Hafens, in den die Boote mit einem Kran hinuntergelassen werden müssen und der intensiv betriebene Fischfang, der alle Köstlichkeiten des Meeres zu Tage fördert, machen Manarola auch zu einem Mekka für Feinschmecker. Die kleinen Ristorante, wie das "Marina Piccola" am Hafen in der Via della Torre, Trattorien oder Pizzerien in der Via Renato Brolli sollte man unbedingt besuchen und dort einkehren.

Wichtiger Hinweis: Der Wanderweg von Manarola nach Corniglia oder umgekehrt war/ist wegen eines Felssturz seit längerer Zeit geschlossen gewesen. Es soll Besucher gegeben haben, welche trotzdem durch die Sperren gegangen sind!

Geschrieben 05.12.2006, Geändert 05.12.2006, 2768 x gelesen.

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