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Sarti gestern und heute

Von seikl

Sarti im Wandel der Zeit

Nun sind es weit über 20 Jahre, das wir das erste mal, damals noch in Ferienwohnungen in Nikiti, Sarti besuchten und spontan in diesen kleinen Fischerort verliebt haben.
Es war, und ist, immer noch ein schöner Flecken Erde.
Doch auch in Sarti ist die Zeit nicht stehen geblieben. War es zu Anfang mehr oder weniger ein Insidertip, so ist es heute doch durchaus touristisch geprägt. Natürlich hat sich die Landschaft, die Strände, die Natur allgemein nicht wesentlich verändert. Aber die Menschen und die Besucher schon.
Vor zig Jahren war man sozusagen unter sich. In jedem Jahr traf man die Gesellen des Vorjahres, es wurde geredet, auch gesungen, des nächtens nackt gebadet und vieles mehr.
Die Strände waren absolut sauber, das Wasser klar, und niemals überlaufen. Von Liegestühlen, Strandbar und haufenweise Unrat weit entfernt. Der Strand von Sykia beispielsweise, mit seinem schwarzen Sand, war nahezu jungfräulich. Kein Campingplatz, keine unerlaubt gebauten Ferienhäuschen.
Natürlich, jedem sollte klar sein das auch die Menschen in Griechenland sich weiter entwickeln wollen und nicht in einem ORTSMUSEUM wohnen. Aber der einstige, von uns so geliebte Charme des Ortes hat sich verloren.

Heute

Touristen sind immer noch Vorort. Allerdings wenige Deutsche, Österreicher/ Italiener.
Dafür Serben / Rumänen / Ungarn usw. Die Speisekarte, früher nur in griechisch, wenn’s gut war mal in englisch, ist jetzt ungarisch – serbisch usw. Auch die Fastfood Läden haben umgestellt. Leider scheint auch die Kaufkraft verloren zu haben. Es sind sehr viele Bustouristen unterwegs und viele der Einheimischen klagen, das viel angeschaut wird aber nicht gekauft. Voll sind die Buden mit Gyros, Suvlaki usw aus der Hand, während die traditionellen Tavernen eher mangelhaft gefüllt sind. Gut, ich schreibe hier nicht über Juli und August, da wir diese Monate meiden. Wahrscheinlich ist es dann voller, kommen doch auch die Griechen aus Thessaloniki und Umgebung dazu.

Was bleibt

Die Freundlichkeit der Menschen, trotz Krise, ist nach wie vor vorhanden. Auch die wunderschönen Strände links und rechts von Sarti sind noch da. Jedoch, die Stille und Leere ist vorbei. Volleyballplätze, Sonnenliegen, Strandbars und dergleichen erobern die Strände. Mittlerweile tut es gut sich einen Roller bei Tassos zu mieten und etwas außerhalb zu fahren. Oder auch mal das Hinterland zu erkunden. Das Angebot an Tavernen ist nach wie vor da, ich bevorzuge und mache gerne Werbung für das Evros von Matina. Auch bei Christo am Marktplatz ist es nach wie vor gut auszuhalten und nette Menschen zu Treffen. Und am Abend bei George, das ist Kult. Die Preise sind nach wie vor moderat.
Vielleicht waren wir die letzten Jahre auch mehr als verwöhnt. Im Vergleich zu spanischen Bettenburgen mit Halligalli Stränden ist Sarti nach wie vor Gold. Mehr zu Sarti, Bilder und Videos auf unserer Homepage www.sithonia-chalkidiki.de

Geschrieben 11.07.2012, Geändert 11.07.2012, 5235 x gelesen.

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Kommentare zu diesem Artikel

Kommentar von naoussa boutari vom 16.06.2015 13:27:37

Seikls Bericht stimmt leider vollkommen. Als ich 1987 das erste mal dort geurlaubt habe war alles nett. Leute aus der haleben Welt, griechische Urlauber, alles irgendwie gemütlich. Heute glaubt man in Sarti nur mehr Ungarn, Rumänen, Bulgaren und Serben zu sehen. Und dementsprechend ist auch das Angebot. Fast Food, in den Tavernen Personal aus diesen Ländern,als Begrüßung hört man dober dan, die meisten Worte auf den Straßen sind igen und nem. Die Strände sind überfüllt, überall illegales wildes campen, die Wälder sind Freiluftclos. Ich glaube noch immer das Sithonia eigentlich die schönsten und abwechslungsreichsten Strände Griechenlands hat, aber man hat sich alles kaputt machen lassen. Schade.


Kommentar von MarMue10 vom 23.11.2014 22:35:54

Danke für die Infos, das hilft mir sehr bei meiner Urlaubsplanung.
Gruß Margarete


Kommentar von oberfischer-hans vom 30.03.2014 23:34:11

Sarti und Umgebung ist nicht mehr schön, als wird verbaut und die einstigen schönen Sanddünen werden für den Torismus zerstört.


Kommentar von seikl vom 13.07.2012 13:47:08

Besten Dank, freut mich das es gefällt


Kommentar von kokkinos vrachos vom 12.07.2012 12:38:20

jassou seikl, schön beschriebener Bericht über die Veränderungen der Zeit in Sarti.
Das mit der vermehrten Zunahme der Fast Food Buden und Ketten konnte ich in den letzten Jahren auch bei meinen GR-Aufenthalten fest stellen. Ne Gute Pita am Abend oder zwischendurch ist aber auch eine gute preisgünstige Alternative.

Ist aber ein globales Problem . Auch hier in Hamburg und anderen Städten macht der türkische Gemüseladen, der Becker...... zu. Stattdessen kommt das 25igste schicke Café oder Cocktailladen, Boutiquen, Handyläden, Bäckerketten.........

schönen Gruß aus Hamburg